Archiv der Kategorie: Kanadisch für Spione

Der Krimi “Kanadisch für Spione” ist als Fortsetzungsroman auf der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht

Folge 38: Krimi „Kanadisch für Spione“ – Epilog

“Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der achtunddreizigste und letzte Teil.
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Epilog

Teil 38 von Kanadisch für Spione

Meier sah aus dem Flughafenfenster auf einen regnerischen Tag in Montreal. Es war ein Erfolg, aber kein Triumph. Der Chinese konnte wegen der Leiche im Schrankkoffer dingfest gemacht werden. Die Ikone hatten die Kanadier beschlagnahmt, aber der bloße Besitz einer Kunstkopie war hier kein Vergehen. Das verbrecherische Genie hinter dieser gewagten Schmuggleraktion war nicht nach Kanada eingereist. Dieses Mal war Anna Cyrillus entwischt. Aber es würde ein nächstes Mal geben, dessen war sich Doppel-M sicher.

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“Kanadisch für Spione” gibt es auch zum Hören. Sprecher der Podcasts ist Thomas Laufersweiler.

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Folge 37: Krimi „Kanadisch für Spione“ – Bombenstimmung

“Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der siebenunddreißigste Teil.
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Bombenstimmung (Fortsetzung)

Teil 37 von Kanadisch für Spione

„Eine Bombe, im Koffer ist eine Bombe!“, schrie Meier und spuckte dabei abermals Gruber an.
„Was?“, fragte März, „Eine Bombe?“
„Ja, Bombe, eine Bombe“, brüllte Doppel-M und begann mit der Faust an die Tür des Zimmers zu schlagen.
„Bombe! Haltet den Koffer auf!“
„Chef, sollten wir nicht das Telefon benutzen und die kanadischen Behörden informieren?“, fragte Gruber.
„Ha, das Telefon ist kaputt! Es ist immer defekt, wenn man es braucht. Es ist beschädigt! Unbrauchbar! Entzwei!“
„Ich habe aber ein Freizeichen.“
Gruber stand etwas hilflos mit dem Telefonhörer in der Hand da. So kannte er Meier gar nicht, für gewöhnlich war sein Chef ruhig bis lethargisch.

„Äh, Jeremias, ruf Du doch an. Du hattest das Sprachtraining.“
In diesem Moment fragte sich März, ob die Worte „Je t’aime“ kombiniert mit einer saftigen Ohrfeige die beste Vorbereitung auf diesen Auslandeinsatz gewesen waren, die der BND zu bieten hatte. Ach, schließlich konnte Blumfontaine deutsch. Irgendwer würde schon das Wort Bombe verstehen.

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Folge 36: Krimi „Kanadisch für Spione“ – Bombenstimmung

“Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der sechsunddreißigste Teil. Wenn Du die Geschichte von Anfang an lesen möchtest, dann klicke bitte hier.

 

Kapitel 11:  Bombenstimmung

Teil 36 von Kanadisch für Spione

Nein, so kurz vorm Ziel ließ er sich nicht das Heft aus der Hand nehmen. Der lang ersehnte Erfolg war nur wenige hundert Meter entfernt. Dort drüben auf dem Rollfeld stand das Flugzeug aus Paris mit dem Chinesen an Bord. Dort drüben war die gefälscht Ikone und scheiße, Cyrillus war ihm egal, wenn er den Chinesen bekommen konnte. Der Haftbefehl lag doch vor! Nun, er mochte nicht in Kanada gültig sein, aber so lange der Chinese nicht den Zoll passierte, war er nicht in Kanada. Diese Untätigkeit, diese aufgestaute Tatkraft, jetzt war die Zeit zu Handeln und nicht zum Überwachen. Meier schnaubte tief durch.
„Alles in Ordnung, Chef?“, fragte Gruber.
„Ja, ja, wieso?“
„Sie laufen murmelnd und zähneknirschend herum und haben eben den Mülleimer dort zertreten.“
„Hab ich das?“, fragte Meier. Nun, vielleicht war es Zeit für noch eine Tablette.

„Da, da ist der Scheißkerl!“
Gruber sah seinen Chef bekümmert an und wischte sich die Spucke von der Backe. Ob März wohl mit ihm den Platz tauschen würde? Meier war heute unerträglich.
„Nun tun Sie doch was! Tun Sie endlich was!“
Aber der Bildschirm zeigte nur weiterhin den Chinesen, der am Gepäckband stand. Wenn die kanadische Polizei vor Ort war, hielt sie sich dezent im Hintergrund.
„Ach, es ist nicht zum Aushalten“, sagte Meier und sprang auf. Mit großen, wippenden Schritten ging er zur Tür, um… Ja, um selbst den Flughafen zu stürmen und den Chinesen ein und für alle mal dingfest zu machen.
Die Tür war abgeschlossen.

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Folge 35: Krimi „Kanadisch für Spione“ – Montreal

“Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der fünfunddreißigste Teil. Wenn Du die Geschichte von Anfang an lesen möchtest, dann klicke bitte hier.

 

Montreal (Fortsetzung)

Teil 35 von Kanadisch für Spione

In der Einsatzzentrale am Flughafen Montreal roch es nach abgestandener Luft. Ein seltsamer Geruch, der sich schwer beschreiben ließ. Es roch nach Plastik mit einer Note verrotteter Maus, nach schalem Kaffee und nach altem Schweiß. Es roch auch nach Farbe, nach Zigarettenrauch und nach nassem Hund. Als er sich auf einen grauen Kunststoffstuhl an einen grauen Tisch setzte und durch das verschmutzte Fenster nach draußen aufs Rollfeld schaute, fühlte sich Meier kurz an seine Schulzeit erinnert. Dieser Geruch. Auch eine Niederlage – aber nicht so schlimm wie Genua. In Genua hatte es salzig und fischig gerochen. Wenn er an den leichten Wind zurückdachte, der seinen Mantel vor dem Palazzi dei Rolli erfasst hatte, bevor, nun ja. Meier tätschelte unwillkürlich die Brusttasche seines Hemds, als ihm Blumfontaine einen Kaffee in einer gräulichen Tasse servierte. Meier nahm den Kaffee und wollte einen Schluck trinken, überlegte es sich dann aber anders. Eine Geruchsquelle schien damit geklärt. Die Tablette würde er auch ohne Getränk herunterbekommen.

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Folge 34: Krimi „Kanadisch für Spione“ – Montreal

“Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der vierunddreißigste Teil. Wenn Du die Geschichte von Anfang an lesen möchtest, dann klicke bitte hier.

 

Kapitel 10: Montreal

Teil 34 von Kanadisch für Spione
Jeremias März war müde. Und ihn schmerzte sein Hinterteil. Er hätte die Socke erst hier in Montreal in die Hose stecken sollen. Nun würde er sie rausnehmen müssen, die Fahrt zum Hotel hielt er nicht mehr aus. Immerhin hatte die Flugbegleiterin ihn bewundernd angeschaut. Doppel-M hingegen war bester Laune.
„Gruber, Sie holen das Gepäck.“
„März, Sie hatten das Sprachtraining. Sie stellen den Kontakt mit den Ortsbehörden her.“
„Chef, wollen wir nicht erst ins Hotel?“, fragte März gequält.
„Wir haben nur wenige Stunden Vorsprung. Wollen Sie etwa die ganze Aktion versauen, nur weil Sie gerne Duschen und Haare waschen wollen? Das ist hier kein Kindergarten, kein Pony-Hof, keine Tupper-Party und auch keine Wellness-Farm!“
„Man, hat der `ne Laune“, sagte Gruber auf dem Weg zum Gepäckband.
„Mmmm“, grummelte März. Er ging betont breitbeinig.
März fragte sich, was Meier nach zwei Stunden Sprachtraining von ihm erwartete. Eigentlich erinnerte sich nur an das Kitzeln im Ohr. Er lächelte. Ein viel versprechender Anfang.

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